Die Luft flimmert, die City glüht, lauschige Lauben verleiten zur Verlustierung. Leichtfüßig lustwandelt der Flaneur, aus den Cafes dringt das leise Glucksen übermütiger Kellnerinnen und der zarte Schmelz zerrinnt unaufhaltsam im Angesicht des tiefen Azurs. Der Sommer ist sehr groß! Und den blassen Leib zieht es hinaus ins Blaue, in die Nacht, in Begleitung. Aus kühlem Keller schaffen emsige Wirte die Hopfenkaltschale herbei, leise rinnen kleine Schweißperlchen über die Rücken der fröhlich kichernden Damen. La dolce vita erreicht den letzten Winkel und am Ende des goldenen Tages verblasst die lange Spur der Erinnerung an die Notwendigkeit von Daunenjacken, Antibeschlagtüchern und Heizkostenabrechnungsformularen. Dann ist das Glück für einen Moment wieder gut zu sehen und fern ist das Leid der Eskimokinder in ihrem ewigen Eis.